Covid-19 Medikamente
Medizinisch überprüft von Dr. Sarah Anderson, RPh, Klinische Pharmakologin — Aktualisiert Januar 2026
Antivirale Medikamente und Generika — Übersicht
In dieser Kategorie finden Sie vier Wirkstoffe die während der COVID-19-Pandemie intensiv erforscht wurden und deren Generika bei mario-farm.com erhältlich sind: Chloroquin (Aralen), Baricitinib (Olumiant), Ivermectin (Stromectol) und Azithromycin (Zithromax). Jeder dieser Wirkstoffe hat ein etabliertes primäres Anwendungsgebiet das unabhängig von COVID-19 besteht — und ein unterschiedliches Evidenzprofil bezüglich möglicher antiviraler Eigenschaften. Die nachfolgende Beschreibung orientiert sich an den aktuellen Zulassungsstatus und klinischen Leitlinien der EMA und des BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte). Diskrete Lieferung in alle deutschen Bundesländer in 7 bis 14 Werktagen.
Aralen Generika (Chloroquin) — Malaria und Autoimmunerkrankungen
Aralen (Chloroquin) ist ein seit den 1940er Jahren eingesetztes Antimalaria- und Antirheumatikum. Chloroquin gehört zur Klasse der Aminochinoline und wirkt durch mehrere Mechanismen: Hemmung der Häm-Polymerisation in Plasmodium-Parasiten (antimalarische Wirkung), Hemmung lysosomaler Enzyme und Modulation der Zytokinproduktion (antirheumatische und immunmodulatorische Wirkung).
Zugelassene Indikationen in Deutschland (EMA/BfArM):
- Malaria-Prophylaxe und -Therapie — Chloroquin ist wirksam gegen Plasmodium vivax, P. malariae und P. ovale. Gegen P. falciparum besteht in den meisten Endemiegebieten eine weit verbreitete Resistenz — hier werden andere Mittel bevorzugt
- Rheumatoide Arthritis und systemischer Lupus erythematodes (SLE) — Chloroquin und das verwandte Hydroxychloroquin (Plaquenil) werden als krankheitsmodifizierende Antirheumatika (DMARD) bei diesen Autoimmunerkrankungen eingesetzt
- Dermatomyositis, Sjögren-Syndrom — weitere Autoimmunindikationen
COVID-19 und Chloroquin — Evidenzlage 2026: Chloroquin und Hydroxychloroquin wurden während der frühen COVID-19-Pandemie intensiv als mögliche Therapeutika untersucht. Großangelegte randomisierte kontrollierte Studien — darunter die WHO SOLIDARITY-Studie und die RECOVERY-Studie — haben keinen klinischen Nutzen von Chloroquin oder Hydroxychloroquin bei COVID-19 nachgewiesen. Die EMA und das BfArM empfehlen Chloroquin/Hydroxychloroquin nicht zur COVID-19-Behandlung. Ihre EMA-zugelassenen Indikationen bleiben Malaria und Autoimmunerkrankungen.
Wichtige Sicherheitshinweise: Chloroquin hat eine enge therapeutische Breite — Überdosierungen können zu schweren Herzrhythmusstörungen (QT-Verlängerung, ventrikuläre Arrhythmien) und zentralnervösen Störungen führen. Regelmäßige ophthalmologische Kontrollen bei Langzeittherapie wegen möglicher Retinopathie. EKG-Kontrollen vor und während der Therapie empfohlen.
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Olumiant Generika (Baricitinib) — JAK-Inhibitor bei Rheumatoider Arthritis und COVID-19
Olumiant (Baricitinib) ist ein selektiver Januskinase (JAK)-1/2-Inhibitor — ein modernes Biologikum der oralen Klasse, entwickelt von Eli Lilly und Incyte. Baricitinib hemmt die JAK1/2-Signalwege die für die Signalübertragung proinflammatorischer Zytokine wie IL-6, IL-2, Interferon-γ und GM-CSF verantwortlich sind.
Zugelassene Indikationen in Deutschland (EMA):
- Rheumatoide Arthritis (RA) — Baricitinib 2 mg und 4 mg täglich ist von der EMA zugelassen für mittelschwere bis schwere aktive RA bei Erwachsenen die unzureichend auf ein oder mehrere krankheitsmodifizierende Antirheumatika (DMARD) angesprochen haben
- Atopische Dermatitis (Neurodermitis) — EMA-Zulassung für mittelschwere bis schwere atopische Dermatitis bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 2 Jahren wenn systemische Therapie indiziert ist
- Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall) — EMA-Zulassung für schwere Alopecia areata bei Erwachsenen
- COVID-19 (hospitalisierte Patienten) — Die FDA erteilte im Mai 2022 eine vollständige Zulassung für Baricitinib zur Behandlung von hospitalisierten Erwachsenen mit COVID-19 die eine Sauerstoffzufuhr, invasive mechanische Beatmung oder ECMO benötigen. Die EMA erteilte 2022 ebenfalls eine Zulassung für diese Indikation. Baricitinib ist damit eines der wenigen Medikamente mit offizieller EMA-Zulassung für schwere COVID-19
COVID-19 und Baricitinib — klinische Evidenz: Die ACTT-2-Studie (NIAID) und die COV-BARRIER-Studie zeigten, dass Baricitinib in Kombination mit Remdesivir oder allein die Zeit bis zur klinischen Verbesserung und die Sterblichkeit bei hospitalisierten COVID-19-Patienten mit schwerem Verlauf reduzierte. Baricitinib gehört zu den wenigen COVID-19-Therapeutika mit robuster randomisierter Evidenz.
Wichtige Sicherheitshinweise: JAK-Inhibitoren erhöhen das Risiko schwerer Infektionen (Herpes Zoster, opportunistische Infektionen), Thromboembolien, kardiovaskulärer Ereignisse und Malignome — insbesondere bei älteren Patienten und Rauchern. Screening auf Tuberkulose und Hepatitis B vor Therapiebeginn. Baricitinib ist kontraindiziert in der Schwangerschaft.
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Stromectol Generika (Ivermectin) — Antiparasitikum
Stromectol (Ivermectin) ist ein breit wirksames makrozyklisches Lakton-Antiparasitikum, das 1975 von William Campbell und Satoshi Ōmura entdeckt wurde — eine Entdeckung für die 2015 der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin verliehen wurde. Ivermectin wirkt durch Bindung an glutamatgesteuerte Chloridkanäle in Nerven- und Muskelzellen von Invertebraten, was zu Paralyse und Tod des Parasiten führt.
Zugelassene Indikationen in Deutschland (EMA/BfArM):
- Strongyloidiasis (Zwergfadenwurm-Befall) — Ivermectin oral ist Erstlinientherapie der intestinalen Strongyloidiasis. Einmaldosis 200 µg/kg Körpergewicht
- Onchozerkose (Flussblindheit) — jährliche Massenbehandlung in Endemiegebieten; Einmaldosis 150 µg/kg
- Skabies (Krätze) — Ivermectin 200 µg/kg als Einmaldosis, ggf. nach 8–15 Tagen wiederholen. In Deutschland zunehmend relevant bei Ausbrüchen in Gemeinschaftseinrichtungen. Topische Permethrin-Creme bleibt die Erstlinientherapie; Ivermectin oral ist Alternative bei ausgedehntem Befall oder wenn topische Therapie nicht möglich
- Pediculosis (Läuse-Befall) — Ivermectin topisch (0,5%) in einigen Ländern zugelassen; in Deutschland hauptsächlich topische Permethrin-Präparate
COVID-19 und Ivermectin — Evidenzlage 2026: Ivermectin wurde während der COVID-19-Pandemie weltweit als mögliches Therapeutikum diskutiert und in zahlreichen Studien untersucht. Großangelegte hochwertige randomisierte Studien — darunter die WHO SOLIDARITY-Studie und die TOGETHER-Studie — haben keinen klinisch relevanten Nutzen von Ivermectin bei COVID-19 nachgewiesen. Die WHO, EMA, BfArM, RKI und alle etablierten medizinischen Fachgesellschaften empfehlen Ivermectin ausdrücklich nicht zur Prävention oder Behandlung von COVID-19. Ivermectin ist für COVID-19 in Deutschland und der EU nicht zugelassen.
Wichtige Sicherheitshinweise: Ivermectin ist im Allgemeinen gut verträglich bei zugelassenen Dosierungen. Bei Patienten aus Gebieten mit endemischer Loa-loa-Filariose — zentralafrikanische Länder — kann Ivermectin schwere neurologische Reaktionen auslösen; Screening vor Behandlung erforderlich. Nicht in der Schwangerschaft (erstes Trimester) und nicht bei Kindern unter 15 kg.
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Zithromax Generika (Azithromycin) — Makrolid-Antibiotikum
Zithromax (Azithromycin) ist ein Makrolid-Antibiotikum der zweiten Generation, entwickelt von Pliva und lizenziert an Pfizer. Azithromycin hemmt die bakterielle Proteinsynthese durch reversible Bindung an die 50S-ribosomale Untereinheit und wirkt bakteriostatisch (bei hohen Konzentrationen bakterizid) gegen ein breites Spektrum grampositiver und gramnegativer Bakterien.
Zugelassene Indikationen in Deutschland (EMA/BfArM):
- Ambulant erworbene Pneumonie (Lungenentzündung) — Azithromycin 500 mg täglich für 3–5 Tage ist eine etablierte Therapieoption bei leichter bis mittelschwerer ambulant erworbener Pneumonie durch atypische Erreger (Mycoplasma pneumoniae, Chlamydophila pneumoniae, Legionella)
- Akute Bronchitis und Exazerbationen chronischer Bronchitis
- Pharyngitis und Tonsillitis — bei Penicillin-Allergie als Alternative
- Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung)
- Haut- und Weichteilinfektionen
- Sexuell übertragbare Infektionen — Chlamydien-Infektion (Einmaldosis 1g), Gonorrhö (in Kombination)
- Helicobacter pylori-Eradikation — als Reserveantibiotikum bei Clarithromycin-Resistenz
COVID-19 und Azithromycin — Evidenzlage 2026: Azithromycin wurde früh in der COVID-19-Pandemie als mögliches Therapeutikum diskutiert — aufgrund immunmodulatorischer Eigenschaften und in-vitro-Aktivität gegen verschiedene Viren. Die RECOVERY-Studie (Oxford, UK) — mit über 7.000 hospitalisierten COVID-19-Patienten — sowie weitere große RCTs fanden keinen Nutzen von Azithromycin bei COVID-19 hinsichtlich Sterblichkeit, Krankenhausaufenthaltsdauer oder Beatmungsbedarf. WHO, EMA und alle deutschen Leitlinien empfehlen Azithromycin nicht zur COVID-19-Behandlung ausserhalb bakterieller Superinfektionen.
Resistenzproblematik: Die Anwendung von Antibiotika ohne klare bakterielle Indikation — auch Azithromycin — fördert die Entwicklung von Antibiotikaresistenzen. Das RKI (Robert Koch-Institut) und die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie (DGI) betonen die Notwendigkeit eines rationalen Antibiotikaeinsatzes. Azithromycin sollte nur bei nachgewiesener oder klinisch stark vermuteter bakterieller Infektion eingesetzt werden.
Wichtige Wechselwirkungen: Azithromycin verlängert den QT-Intervall im EKG — Kombination mit anderen QT-verlängernden Medikamenten (Antiarrhythmika, Antipsychotika, Fluorchinolone, Chloroquin) ist zu vermeiden oder nur unter EKG-Monitoring möglich. Bei Patienten mit bekannter QT-Verlängerung, Hypokaliämie oder Herzrhythmusstörungen besondere Vorsicht.
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Übersichtstabelle — Alle Produkte dieser Kategorie
| Produkt | Wirkstoff | Primäre zugelassene Indikation | COVID-19 EMA-Zulassung | Dosierungen |
|---|---|---|---|---|
| Aralen Generika | Chloroquin | Malaria, Rheumatoide Arthritis, SLE | Nein — kein Nutzen in RCTs nachgewiesen | 250 mg, 500 mg |
| Olumiant Generika | Baricitinib | Rheumatoide Arthritis, Atopische Dermatitis, Alopecia areata | Ja — EMA-Zulassung für schwere hospitalisierte COVID-19-Patienten (2022) | 2 mg, 4 mg |
| Stromectol Generika | Ivermectin | Strongyloidiasis, Onchozerkose, Skabies | Nein — kein Nutzen in SOLIDARITY und anderen RCTs nachgewiesen | 3 mg, 6 mg, 12 mg |
| Zithromax Generika | Azithromycin | Bakterielle Atemwegsinfektionen, Chlamydien, Haut-/Weichteilinfektionen | Nein — kein Nutzen in RECOVERY und anderen RCTs nachgewiesen | 100 mg, 250 mg, 500 mg, 1000 mg |
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Häufig gestellte Fragen
Welches der Produkte dieser Kategorie hat eine EMA-Zulassung für COVID-19? Einzig Baricitinib (Olumiant) besitzt eine EMA-Zulassung für eine COVID-19-Indikation — spezifisch für hospitalisierte Erwachsene mit schwerem COVID-19-Verlauf die eine Sauerstofftherapie, mechanische Beatmung oder ECMO benötigen. Chloroquin, Ivermectin und Azithromycin haben keine EMA-Zulassung für COVID-19 — großangelegte RCTs haben für diese Wirkstoffe keinen klinisch relevanten Nutzen bei COVID-19 nachgewiesen.
Wofür wird Ivermectin (Stromectol) in Deutschland eingesetzt? Ivermectin ist in Deutschland als Antiparasitikum zugelassen — für Strongyloidiasis, Onchozerkose und Skabies (Krätze). Bei Skabies-Ausbrüchen in Gemeinschaftseinrichtungen ist Ivermectin oral eine wichtige Therapieoption wenn topische Behandlung nicht ausreicht. Für COVID-19 besteht keine Zulassung und keine Empfehlung durch WHO, EMA oder RKI.
Ist Azithromycin (Zithromax) ein COVID-19-Medikament? Nein — Azithromycin ist ein Breitspektrum-Antibiotikum für bakterielle Infektionen. Es ist nicht gegen SARS-CoV-2 wirksam und wird weder von der EMA noch von der WHO oder deutschen Leitlinien für COVID-19 empfohlen. Sein Einsatz ohne klare bakterielle Indikation fördert Antibiotikaresistenzen.
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